Wolf's Figurentheater hat z.Z. drei Programme im Repertoire:

  1. -Henne und Ei, eine Ei-Odyssee mit Handpuppen für die Kleinsten ab 3 Jahre;

- Max & Co., das beliebte Variete-Programm für Jung und Alt mit Marionetten in offener Spielweise;

- Der Zaubermaler, ein interaktives Stück, in dem sich eine obdachlose Stockhandpuppe ihr Zuhause selbst malt.

Alle Stücke werden begleitet von Max, dem Drehorgelspieler, der mit seinen frechen Sprüchen die Zuschauer unterhält und seine Gäste gern an der "kleinsten Drehorgel der Welt" drehen lässt. "Wolf's Figurentheater" spielt auf Kindergeburtstagen, Hochzeiten und Beerdigungen, aber auch zu anderen Gelegenheiten.
Zudem sind Puppenbau-Workshops für Kinder und Erwachsene möglich.



Abendprogramm für Erwachsene


SPIEL


Eine besondere Inszenierung als Automat




                                           









Das „SPIEL“ ist eigentlich das Gegenteil von Theater. Es verbietet jede Willkür des Spielers. Hier wird nicht gespielt, hier wird uns mitgespielt.

Das „SPIEL“ von Samuel Beckett ist eine Dreiecksgeschichte, die 1963 entstand und noch im gleichen Jahr in Ulm uraufgeführt wurde.

Es ist ein Spiel aus der Vergangenheit. Aus dem Totenreich weht der kalte Wind der Erinnerung. Drei Figuren, F2, M, F1, von einem Dämmerlicht angestrahlt, tauchen aus dem Nichts auf. Die zwei Frauen und ein Mann sitzen, ebenso voneinander abgeschlossen wie voneinander befreit, in drei gleichen Urnen. Nur die Köpfe ragen heraus und starren nach vorn. Sie sprechen nicht zueinander und doch scheinen sich ihre Einsätze hin und wieder zu ergänzen. Was sie verbindet ist nur die Erinnerung der gemeinsamen Dreiecksgeschichte. Jeder erzählt seine Version des gemeinsamen Ehebruchs, wobei jeder versucht dabei etwas besser davon zu kommen. Allein das Licht führt Regie, indem es scheinbar willkürlich von Gesicht zu Gesicht wechselt. Der Angestrahlte muss sprechen - es ist wie  eine Befragung oder ein Verhör.

Die klischeehafte Wortwahl der Akteure unterstreicht die Konvention ihres Handelns. Da ist kein Satz, den nicht jeder einmal gedacht, gefühlt oder gesagt haben könnte oder müsste.

In der Regieanweisung verlangt Beckett die Wiederholung des Stücks und bildet damit das Klischee und die Konvention ab. So müssten die Schauspieler das Stück so lange durchspielen, bis auch der letzte Zuschauer gegangen ist. Dieser Umstand veranlasste mich das Stück als eine Maschinerie zu inszenieren, einen Automat der endlos weitermacht. Er wird in allen Funktionen einzig und allein von einem Mikroprozessor gesteuert und ersetzt den (Figuren) -spieler.



Das Möbel


Ein absurder Einakter als Marionettenspiel


















                                       Der Erfinder und der Käufer



In „Das Möbel“ (1960) von Jean Tardieu versucht ein Erfinder, sein Lebenswerk zu verkaufen - eine Maschine, die alles kann und alles liefert, was man von ihr verlangt. Das Wunderwerk bleibt unsichtbar: Eine Hand reicht hin und wieder das Gewünschte. Wie in der Parabel vom Zauberlehrling, der die Geister ruft, die er nicht mehr los wird, entgleitet der Apparat dem Willen seines Schöpfers, entwickelt Eigensinn und produziert schlicht Unsinn. Zunächst realistisch anmutend, wird die Situation in der Abfolge ihrer Ereignisse unkalkulierbar und verdichtet sich zu einer traumatischen Atmosphäre mit tödlichen Folgen.

 

„DAS MÖBEL“ ist ein Klassiker im Theater des Absurden. Wie kein Anderer hat Jean Tardieu versucht, dem Theater neue dramatische Formen zu erschließen. Das Stück ist eine Synthese aus Komik und Dramatik mit traum- oder albtraumhaftem Charakter. Die Inszenierung ist eine freie Bearbeitung als Marionettenspiel.



Ich freue mich über eine telefonische oder elektronische Terminanfrage, die Daten finden sich unter Home oder fragen Sie per email an..











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Puppenspiel